WIE FÜHLT MAN SICH IN EINER DISSOZIATION?

 

Hast Du schon mal die Kontrolle über Dein Denken,

Fühlen und Handeln verloren?

 

Haben Dir andere Menschen vielleicht schon die Rückmeldung gegeben,

dass Du häufiger wie «weggetreten» wirkst?

 

Hat man Dir schon einmal gesagt?

Dass Du durch einen hindurch zu schauen scheinst?

Dass Dein Blick sich verliert?

Dass Dein Gegenüber Dich gar nicht mehr erreichen kann?

Dass Du Tätigkeiten, wie in einer Trance verrichtest?

  

Ist Dir schon einmal aufgefallen,

dass Du unter Gedächtnislücken leidest?

Weisst Du immer mal wieder nicht,

was eigentlich in den letzten Minuten,

Stunden oder Tagen vor sich gegangen ist?

 

Vielleicht hast du Dir angewöhnt,

das gut zu überspielen,

so dass es in Deiner Umgebung kaum jemand merkt.

 

Diesen Mechanismus nennt man DISSOZIATION. 

 

Die Dissoziation bewahrt davor,

von zu starken Gefühlen übermannt zu werden.

 

Der Verdacht auf eine dissoziative Störung

oder auf dissoziatives Verhalten,

ist ein ziemlich sicherer Hinweis,

dass hier eine Traumafolgestörung vorliegt. 


ICH BESITZE EINE SUPERKRAFT

 

Die Dissoziation ist eine der Superkräfte,

die ein Mensch in sich aktivieren kann.

Ich besitze diese Superkraft.

 

Als Kind,

Opfer von sexuellem Missbrauch zu sein,

war es für mich ein Schutz,

nämlich der Versuch,

die unerträglich erscheinende Situation zu verlassen. 

 

Wie das geht?

Das war ganz einfach.

Mach doch gleich mit!

 

Lege dich flach hin

und stell dir vor,

jemand liegt über dir.

Dieser jemand bereitet dir höllische Schmerzen.

Die Schmerzen sind kaum noch auszuhalten.

 

«Was machst Du jetzt?»

 

Nein, wegspringen geht nicht.

Aber jeder von uns hat die Gabe,

in solch einer Situation,

seinen Körper zu verlassen.

 

«Du kannst Deine Superkraft nicht aktivieren?»

Kein Problem.

 

Mit Sicherheit schaust auch Du Deine Ferien Fotos oder Selfies an.

Das heisst,

Du schaust Dich selber an.

Oder Du siehst dein Leben auf einer Leinwand,

empfindest es aber nicht als Deines.

 

Voilà,

nun bist Du in meiner Situation,

der dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörung.

Bei dieser Form geht entweder

das normale Hautempfinden an bestimmten Körperstellen

oder am ganzen Körper verloren.

 

Ich bin gar nicht mehr zu Sinnesempfindungen, wie

sehen,

riechen,

hören

fähig.

Kann aber trotzdem eine Tätigkeit ausüben.

Was viele Gefahren birgt.

Zum Beispiel bin ich mal in eine Velofahrerin gelaufen

oder bei Rot über die Ampel.

Schnitt mich beim rüsten von Obst und Gemüse

und viel auch schon die Treppe runter ... .  

 

Aber zu dissoziativen Störungen gehören unter anderem folgende Störungsbilder:

  • Dissoziative Amnesie
  • Dissoziative Fugue
  • Dissoziativer Stupor
  • Dissoziative Bewegungsstörungen
  • Dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen
  • Dissoziative Krampfanfälle

und die schwerste Form:

  • Dissoziative Identitätsstörung (Multiple Persönlichkeitsstörung)

Betroffene neigen dann stark dazu,

sich als Opfer der Dissoziation zu betrachten

und suchen nach ärztlichem oder psychologischem Rat.

 

Dazu gehörte ich selbstverständlich auch.

Die Therapie hat wenig gebracht.

Dennoch profitierte ich.

 

Ich habe mich mit meiner Superkraft angefreundet.

Aber meine Superkraft ist nicht ganz so einfach zu kontrollieren,

weil diese nicht mit einem Handbuch mitgeliefert wurde.

 

So entscheidet jede und jeder selbst,

ob eine Superkraft,

die sich plötzlich im Alltag aktiviert,

ein Fluch oder ein Segen ist.

NUR SELTEN HAT ES ANDERE ALS TRAUMATISCHE URSACHEN

 

Als Kind nutzte ich die Superkraft als Überlebensstrategie.

Es ist vergleichbar mit der Erstarrung

oder dem «einfrieren» im Tierreich,

wenn Kampf oder Flucht nicht möglich ist.

 

Es wirkte,

wie der Abbruch von einer Beziehung

und deshalb verschwand ich sozusagen aus dem Kontakt.

 

Heute bedeutet das für mich,

Dinge - Trigger,

das können ganz alltägliche Dinge sein z.B.

Gerüche

Farben

Geräusche

Stimmen

Bewegungen

Bilder

Berührungen

die mich an die Ereignisse von damals erinnern,

sollte ich besser unterlassen.

 

Ich prüfe genau,

mit wem ich mich wohl

und mit wem ich mich unwohl fühle.


Je mehr ein Umfeld das Individuum missachtet

und je abhängiger das Individuum von diesem Umfeld ist,

desto eher wird seelische Krankheit der Preis seiner Zugehörigkeit sein.


THERAPIE

 

Nach Ausschluss körperlicher Ursachen der Symptome,

kommt die entscheidende Rolle

bei der Behandlung dissoziativer Störungen der Psychotherapie zu.

 

Häufig befürchten Betroffene,

an einer bedrohlichen körperlichen Erkrankung zu leiden

oder verrückt zu werden.

 

Zunächst gilt es daher,

über die grundsätzliche Ungefährlichkeit

der Störung zu informieren.

Das nennt man Psychoedukation.

 

Bei der eigentlichen Psychotherapie

werden die Auslöser der konkreten Symptombildung untersucht

und die zugehörigen innerseelischen Konflikte analysiert.

Tauchen dabei unverarbeitete Traumatisierungen auf,

wie bei mir,

Gewalterfahrungen

und sexueller Missbrauch in der Kindheit,

sind diese therapeutisch so lange zu bearbeiten,

bis die abgespaltenen Scham-

oder Schuldgefühle in ein bejahendes Selbstbild eingebunden sind.

 

HILFE- UND SELBSTHILFE DURCH REIZUNG UND VERLOCKUNG

 

Nicht nur die intensive Reizung der Sinnesorgane kann helfen,

sondern auch die Verlockung des Angenehmen an sich.

Bei der intensiven Reizung wird die Aufmerksamkeit

durch die Wucht des Reizes gewissermassen zurück ins Hier-und-Jetzt gezwungen.

Ein anderes Wirkprinzip liegt im gezielten Arrangement wohltuender Erfahrungen,

die Betroffene ohne Abspaltungsbedürfnis an sich heranlassen können.

 

Beim einen mögen das Berührungen sein,

beim anderen Musik,

Entspannungsbäder mit duftenden Essenzen

und beim nächsten der achtsame Konsum seiner Lieblingsspeisen.

 

Grundprinzip dieser Massnahmen ist es,

eine Verschmelzung des dissoziativ unterbrochenen Selbsterlebens herbeizuführen.

Dazu geeignet sind Strategien,

die die Aufmerksamkeit ins Hier-und-Jetzt bündeln.

Vor allem starke Reizung der verschiedenen Sinnesorgane.

  • Bekannt zur Reizung des Geruchssinns sind Riechfläschchen mit Ammoniak oder starkem Parfum
  • Zur Reizung des Geschmackssinns sind Zitrone, Meerrettich, scharfer Senf, Wermuth-Tee oder Chilischoten geeignet
  • Zur Reizung des Gehörs kommt laute Musik, Klatschen mit den Händen oder Lärm in Frage
  • Sinnvoll ist es umherzublicken, statt von Angst gebannt auf eine Stelle zu starren

Besonders wirksam sind auch Schmerzreize,

die man sich in geeigneter Dosierung selbst zufügen kann

ABER ACHTUNG

Geeignet ist ein Schmerzreiz natürlich nur dann,

wenn man sich dabei keinen objektiven Schaden zufügt.

 

Die Selbstverletzungen durch Messer,

Glasscherben oder brennende Zigaretten,

die sich Betroffene mit Borderline-Störung oder Psychosen zufügen,

mögen ebenfalls eine Art Selbsthilfe sein,

um quälende Gefühlszustände zu beenden.

Eine geeignete Selbsthilfe sind sie aber nicht,

weil die Selbstverletzung das Selbstwertgefühl untergräbt.

Quelle: aus dem Ärzte Ratgeber




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Lisa

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