DIE MACHT DES SCHREIBENS

 

Wenn Neandertaler-Männer vom Jagen in die Höhle zur Horde zurückkamen,

brachten sie den Geruch der Wildnis mit sich und das Zähnefletschen der Tiger.

Wir wissen, dass sie bereits Höhlenmalerei betrieben,

um zu visualisieren und zu verarbeiten,

was sie erlebt hatten und zur Schulung des Nachwuchses.

 

Das ist der Stoff,

aus dem guter Text gewebt wird,

denn ich weiter spinnen werde.

 

 

Moment mal:

war der Neandertaler nicht ausgestorben? 


Ist es Dir aufgefallen,

das ich Grammatisch,

sorry,

Grammatikalisch,

also von Satzstrukturen,

sozusagen null Ahnung habe?

 

Keine Angst,

das hält mich erst recht nicht vom Schreiben ab.

 

Ich bin stolz,

dass ich heute so gut mit Worten jonglieren kann

und eine leidenschaftliche Schreiberin bin.

 

Das war nicht immer so.

Zumindest in der Schulzeit waren meine Hefte dermassen mit Rot- 🖍 überarbeitet,

dass der eigentliche Text darunter nur zu erahnen war.

Man sah mein rechtschreibe Defizit und nicht den farbenfrohen,

spannenden und manchmal dramatischen Inhalt meiner Texte.

 

Was das mit mir machte?

Von Text zu Text sank mein Selbstvertrauen für das kreative Schreiben.

Deshalb liess ich das Schreiben gänzlich sein

oder reduzierte es auf das Pflichtminimum.

 

Gerade deshalb bin ich stolz auf mich,

dass ich meine kreative Schreibader wieder entdeckte

und Du die volle Wucht abbekommst.

 

Was ich schon lange wissen wollte:

«Geht Dir das Schreiben auch so leicht von der Hand, wie mir?»

 

Na ja,

manchmal geht es mir zu rasch zu Papier.

Wie etwa,

als der Nachbar schon zum dritten mal

mein Parkplatz mit seinem Karren besetzte. 😡

Da breitete sich meine Wut auf Papier aus.

 

«Hast du Dich schon mal über jemand aufgeregt?

Innerlich so richtig aufgeregt?»

Der über Dich lästerte oder Dir Dinge vorwarf,

die aus der Luft gegriffen sind?

«Hast du in solch einer Situation schon mal im Affekt eine E-Mail,

SMS oder WhatsApp Nachricht an diese Person geschrieben,

um ihr gehörig die Meinung zu sagen?»

«Hat Dir das gut getan?»

 

Ich greife dann sehr schnell zum Stift und sage meine Meinung.

Wie meinem Nachbar,

der mein Parkplatz benutzte.

 

Meine Erfahrung,

im Affekt auf meine Wut auf diese Person zu reagieren ist nicht sinnvoll.

In der Regel weiss ich das auch

und kann mich zusammenreissen.

Und gehe das ganz anders an,

weil diese Art,

«Auge um Auge»,

«Zahn um Zahn»,

mir noch mehr Ärger einbringt.

 

Nichtsdestotrotz,

Dinge die mich ärgern,

verletzen oder wütend machen,

einfach herunterzuschlucken,

ist auch kein guter Weg.

Ich merke dann oft,

wie ich einen inneren Monolog halte mit der Person,

die mich verletzt oder wütend gemacht hat.

 

In diesem Moment schreibe ich meine Wut auf diese Person

«von der Seele».

Damit haben sich meine Gedanken zu Worten geformt,

wurden sichtbar

und haben dadurch den Weg aus mir heraus gefunden

und mich leichter gemacht.

Es bekommt eine Struktur

und dadurch Verständnis,

Akzeptanz und Lösungsmöglichkeiten.

Meine Emotionen werden besser verarbeitet.

Neue Informationen werden integriert

und die belastenden Ereignisse erhalten dadurch einen Dämpfer.

 

Demnach ist das Schreiben ein Monolog,

nur wirkungsvoller,

als das Gespräch im Kopf durchzugehen.

Bei einem inneren Monolog mache ich meist andere Dinge nebenher,

wie Auto fahren oder arbeiten.

Das kann zum einen gefährlich sein,

weil ich unkonzentriert in dem werde,

was ich eigentlich mache,

zum anderen kann ich mich dem Problem nicht mit voller Aufmerksamkeit zuwenden,

was meist dazu führt,

dass ich es weiter mit mir herum trage.

 

Deshalb eignete ich mir folgendes an:

wenn ich meine Emotionen niederschreibe sehe ich klarer,

weil auf Papier steht,

was mich verletzt hat.

Ich denke über das Problem mit voller Aufmerksamkeit nach.

Ich gebe dem Thema,

das mich bewegt,

Raum und Zeit.

 

Folglich -

wenn meine Freundin oder Freund mich aufgeregt hat,

mein Partner mich verletzt

oder mein Kollege oder Kollegin mich blöd angemacht hat,

jemand hat Mist gebaut,

denn ich ausbaden darf

oder mich in ein schlechtes Licht stellt,

dann darf ich wütend oder verletzt sein.

Aber ein Gespräch ist gerade nicht sinnvoll!

Jedoch probiere ich mich im Schreiben.

 

Das heisst,

ich schreibe einen Brief oder verfasse eine E-Mail. 

Wichtig ist,

dieses Schreiben NICHT an den Empfänger zu senden!

Ich habe im Affekt geschrieben

und diese Version soll niemand lesen.

Ich bin verletzt und aus meinem Brief

oder E-Mail spricht diese Verletzung heraus.

 

Allerdings,

dient dieses Schreiben der schnellen Abhilfe von Wut.

Und so schreibe ich an ungewöhnlichen Plätzen meine Wut heraus.

Sinn,

Grammatik,

Schönschrift,

sind dabei unwichtig.

Die Notizen werden niemandem gezeigt.

Ich benenne das Ereignis ganz genau in allen Details.

Fühle und beschreibe ausserdem meine damit verbundenen Gedanken und Emotionen.

 

Ou man,

ich verstehe,

«Du hast längst verstanden,

was ich ausdrücken will».

 

Nichtsdestotrotz,

ich schreibe mal regelmässig jeden Tag,

mal lange nichts.

Dann wieder an einzelnen Tagen an denen etwas war,

was mich bewegt,

was ich nicht vergessen will,

weil es schön war.

 

«Wann und wo schreibst Du?»

«Und was hältst Du für die Ewigkeit im Text fest?»

 

Ich schreibe,

beziehungsweise um beim Schreiben Klarheit über Situationen

und Beziehungen zu bekommen.

Jedoch regelmässig schreiben zu müssen würde mich blockieren.

Ausserdem habe ich gemerkt,

dass ich in depressiven Phasen,

mich mit meinem niedergeschriebenem Jammer eindecke

und das zieht mich noch mehr runter.

Oder in der Manie entstehen Texte,

die ich dann in stabilen Phasen selber nicht verstehe,

weil ...

 

Ach was, ich zeige Dir anhand eines Projekts,

was ich meine:

«Und, verstehst Du,

was ich in manischen Phasen aussagen will?»

 

Genau,

ich auch nicht.

Hingegen,

wenn ich mittendrin in der Manie bin,

dann verstehe ich mein Gekritzel.

 

Zudem kam ich zur Einsicht:

demzufolge ist Schreiben keine schlechte Idee,

denn das Schreiben über belastende Ereignisse schützt meine Gesundheit.

Dazu möchte ich Dich heute ermuntern,

den Weg des Schreibens auszuprobieren

und zeige Dir verschiedene Weisen auf,

die mir zur Selbstheilung halfen.

 

Durch Schreiben kann ich mich Jetzt

und auch in 30 oder 50 Jahren an Lustige,

besinnliche Ereignisse erinnern.

 

Ui,

«in 50 Jahren»,

das ist nun doch etwas hochgegriffen mit meinen 53 Jahren. 

Aber wenn es denn sein soll,

herzlichen Glückwunsch Lisa 🥂 zum 103 Lebensjahr.

 

Durch Schreiben ich mich besser kennen lerne,

etwa,

wer bin ich,

was mag ich,

was brauche ich.

Durch Schreiben ich erkenne,

welcher Genesungsweg mir gut tut.

 

«Was meinst Du,

ist das Schreiben ein Weg,

denn auch Du eingehen könntest?»

 

 

 

Natürlich wissen wir,

dass das Sprechen oder Schreiben über Belastendes gut tut.

Nicht umsonst heisst es:

«sich etwas von der Seele schreiben».

 

🤔 Hm, wusste dass der Neandertaler auch?


Ich erlaube mir, dass Du einen Blick hinter meine Kulisse wirfst und lade Dich

 

AUF EINE TASSE TEE MIT LISA ein  --->

wo wir DIE LIEBESERKLÄRUNG AN DIE SEELE richten  --->

wo es oft HIMMLISCH TIERISCH zu und her geht  --->

und REISEN AUF UMWEGEN den Tag versüssen  --->

jedoch NIEMANDSKINDER zum Nachdenken anregen  --->

 

Ich freue mich auf Dich

Lisa

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