FÜR MICH SELBST UND DIE RECHTE ANDERER BETROFFENEN EINSTEHEN LOHNT SICH

 

WARUM DIE HERAUSFORDERUNG SICH LOHNT

Gehört werden

Anerkennung des Unrechts

Aufrechte Entschuldigung

Uneingeschränkte Akten Einsicht

Gesetze anpassen oder gänzlich streichen

Historische Aufarbeitung der Schweizer Sozialgeschichte

Entstehung von Informations- und Dokumentationsplattformen

Verbreitung in die Bevölkerung

Anlaufstellen in den Kantonen

Solidaritätsbeitrag für mehr Lebensqualität

Aufklärungs- und (Anti)-Stigmaarbeit in Studienlehrgängen

 

MEINE BEWEGGRÜNDE FÜR DEN «FRONTKAMP»

«Ein hohes Gut, wenn nicht das höchste Gut überhaupt, ist unsere Freiheit, welche mir zwei Jahrzehnte genommen wurde. Bei den Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen wurden diese persönliche Freiheit und Würde, zu der auch die körperliche Unversehrtheit gehört, massiv und über Jahre hinweg verletzt.

Es wurde lange, zu lange weggeschaut! Heute müssen wir hinschauen und Schaden begrenzen. Es bleibt deshalb für den Staat und für die Gesellschaft die Verantwortung, ja die Verpflichtung, diesem Unrecht entschieden entgegenzutreten».

 

MIT GELD LÄSST SICH KEINE SCHULD WIEDERGUTMACHEN 

Selbst verdingt und im 6. Lebensjahr zwangsadoptiert, kämpfte ich auf Kantons- und Bundesebene (Jan. 2004 bis Nov. 2020) für eine Schadensregulierung, die es uns ermöglicht an Lebensqualität im Hier und Jetzt teilzuhaben. «Was ich fordere, ist keine Entschädigung, stattdessen eine Rückerstattung und die Richtigstellung von Fallakten, welche früher erstellt wurden». Denn das, was an vielen Orten in unserem Land geschehen ist, war eine Geschichte der Armut, des Elends, der Ungerechtigkeit, der Behördenwillkür, der Missachtung der Menschenwürde. Und wenn wir auf aktuellen Missbrauch nicht reagieren, dann kann sich das Geschehene wiederholen.

 

Rückerstattung, weil uns Kost-, Verding-, Pflege-, Heim- und Adoptivkindern die Kindheit genommen wurde und ...

... weil wir psychisch, physisch und sexuell missbraucht wurden

... weil wir von Eltern und Geschwistern mit Absicht getrennt wurden

... weil man uns von unserer Herkunft säuberte. Sprachlich, Kulturell und Religiös

... weil wir für unsere Kinderarbeit nie einen Lohn erhielten

... weil unsere Talente weder in Schule noch Privat gefördert wurden

... weil unendlich vielen das Gesundheitssystem verweigert wurde

... weil an uns Medikamententests durchgeführt wurden

... weil tausenden von betroffenen Jugendlichen eine Ausbildung verboten wurde

 

Rückerstattung, weil der Gesellschaft der Lebensstil von uns Erwachsenen nicht passte und ...

... weil unsere Würde mit Füssen getreten wurde

... weil wir ohne Verurteilung, für unbestimmte Zeit in Gefängnisse versorgt wurden

... weil wir für unsere Arbeit keinen Lohn erhielten

... weil wir keine AHV oder Rente erhielten und somit nach Pensionierung weiter arbeiten mussten. (Einführung 1948)

... weil wir ohne ein Krankheitssymptom in die Psychiatrie versorgt wurden

... weil an uns Medikamententests durchgeführt wurden, ohne unsere Einwilligung

... weil wir nicht in Kenntnis gesetzt wurden, dass wir Zwangssterilisiert oder -Kastriert wurden

... weil man unsere Kinder fremdplatzierte, aufgrund dass wir Arm, Ledig, Geschieden, anderer Erziehungsstil pflegten oder Krank waren

... weil man uns massiv unter Druck setzte, unsere Neugeborenen (auch ältere fremdplatzierte Kinder) zur Adoption freizugeben

... weil wir zum Schwangerschaftsabbruch gezwungen wurden

... weil man uns um unser Besuchsrecht raubte

... weil wir Kenntnis über unsere zwangsadoptierten Kinder erhalten wollen

... weil wir von der Gesellschaft Stigmatisiert wurden und es noch immer werden

 

GRÜNDE DES WIDERSTANDS VON SEITE DER VERURSACHERN

Andere Zeit, zum Teil andere Generation

Andere Gesetzeserlasse lagen zugrunde

Präjudiz für andere Fälle und Situationen

Die Geschehnisse sind verjährt, das heisst, juristisch kein Anspruch mehr

Die Verantwortung liegt auf der Ebene der Gemeinden, allenfalls der Kantone. Sicher aber bei den Organisationen und Institutionen (Kirche, Bauernverband). Das heisst, der Bund sieht sich nicht in der Verantwortung

Das Rad der Geschichte kann nicht zurückgedreht werden

Moralisch-ethische Frage, sprengt parteipolitische Grenzen. Das heisst, Respekt ist da, aber keine Unterstützung

 

Etliche Forderungen sind umgesetzt worden.

Dennoch leben Tausende von Betroffenen noch Heute in Armut und haben gesundheitliche Probleme.

Tausende von Betroffenen erhalten ein AHV Minimum, was Ihnen keine Lebensqualität verschafft.

Viele Betroffene können aufgrund ihrer körperlichen und psychischen Verfassung nicht 100% arbeiten, erhalten dennoch keine IV-Rente.

Wir reden hier von Betroffen, die heute zwischen 45 und 65 Jahre alt sind.


ES IST SCHWER ZU WISSEN, WOHIN MAN GEHEN SOLL, WENN MAN NICHT WEISS, WOHER MAN KOMMT

 

MEIN FACH- KERNGEBIET

In der leiblichen Familie aufzuwachsen, ist in unserer Kultur selbstverständlich. Kinder sind Teil ihrer Verwandtschaft, letztes Glied von Generationen. Das Kind sieht jemandem in der Familie oder Verwandtschaft ähnlich.

Kaum vorstellbar, was es auf dem Hintergrund dieser kulturellen Norm für ein Kind bedeutet, als Adoptivkind aufzuwachsen, fortgegeben von seiner Familie - ausgetauscht. 

 

Viele Adoptionen laufen harmonisch und alle Beteiligten profitieren vom Gewinn.

 

Aber auch, wenn es ein paar Jahre lang gut geht, immer wieder kommt es vor, dass adoptierte Kinder wegen massiven Verhaltens- und Lernproblemen psychiatrische Unterstützung benötigen. Es kommt vor, dass adoptierte Kinder in ein Kinderheim oder zu Pflegeeltern abgegeben werden, weil die Adoptiveltern mit ihm nicht mehr klar kommen. Es kommt noch immer vor, das Kinder ohne Zustimmung ihrer leiblichen Eltern, Zwangsadoptiert werden. 

Weil ich, als Adoptivkind diese traumatisierende Erfahrung machte, setze ich mich heute ein, dass die Gesellschaft sensibilisiert wird. Vermittlungsstellen nicht das lukrative Geschäft mit Kinderhandel sehen, dafür als Mentor für alle - leibliche Eltern, Kind, Adoptionseltern - zu jeder Zeit da sind. Und die Politik in die Pflicht genommen wird.

Den fassungslos, ungläubig, traurig, ja entsetzt scheint man jetzt wahrzunehmen, dass die vielen Klagen von Zwangsadoptionsopfern, dessen Schicksale so unterschiedlich und doch so ähnlich sind, sich in der Schweiz ereigneten. 

Zwangsadoption-Schweiz setzt sich für die Anerkennung und Rechte der Opfer ein. Weil Adoption, Zwangsadoption und missglückte Adoption sind noch immer ein Tabuthema.

Um sie als Form der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen zu erforschen, ist auch deshalb notwendig, um den Opfern und Betroffenen die Würde ihrer erlittenen Erfahrung zurückzugeben und ihre Zeugenschaft ernst zu nehmen. 



Dass Opfer einen Solidaritätsbeitrag erhalten haben heisst nicht, dass der Bund auf alle Anliegen der Opfer-VertreterInnen eingegangen ist. Zudem kann im Adoptionswesen noch nicht von einer breiten wissenschaftlichen Bearbeitung gesprochen werden. 

Jedoch will ich hier einen Dank und Anerkennung an die zuständige Bundesrätin Simonetta Sommaruga richten. Sie hat sich zusammen mit Luzius Mader, stv. Direktor des Bundesamtes für Justiz, von Anfang an für die Wiedergutmachung aus tiefer Überzeugung und mit enormer Tatkraft eingesetzt. 

 

Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen = FSZM  --->

Runder Tisch  --->

Unabhängige Experten kommission = UEK  --->

Nationale Forschungsprogramm 76 «Fürsorge und Zwang» = NFP 76  --->

Zwangsadoption Schweiz  --->


 

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Der Prozess und der Erfolg

ist eines der schönsten und eindrücklichsten Erlebnisse

meiner politischen Tätigkeit!

Mit der Erkenntnis,

dass man in der Politik tatsächlich etwas bewegen

und verändern kann!

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